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Hundegesetz Aargau gültig ab 01. Mai 2012

Das Aargauer Stimmvolk hat im November 2011 ein neues Hundegesetz angenommen. Der Regierungsrat wird im Frühjahr 2012 darüber entscheiden, ob das Gesetz und die dazugehörende Verordnung auf den 1. Mai 2012 in Kraft treten werden. Welche Hunde zukünftig nur noch mit einer Berechtigung des Kantons gehalten werden dürfen, wird vom Regierungsrat noch festgelegt werden. Solche potentiell gefährlichen Hunde müssen in der Öffentlichkeit grundsätzlich an der Leine geführt werden. Eine Halteberechtigung erhält nur, wer über genügend Fachkenntnisse in der Hundehaltung verfügt und auch in persönlicher und finanzieller Hinsicht in der Lage ist, einen solchen Hund korrekt zu führen und auszubilden. Berechtigungsinhaber haben zusammen mit dem Hund eine vertiefte Ausbildung zu absolvieren und eine Prüfung abzulegen.

(Hundegesetz vom 15. März 2011)

Hundebissstatistik 2009: keine Veränderungen zu 2008

Bern, 15.07.2010 - 2843 Hundebisse beim Menschen wurden 2009 in der Schweiz gemeldet. Die am Donnerstag vom Bundesamt für Veterinärwesen und der Vereinigung der Schweizer Kantonstierärztinnen und Kantonstierärzte veröffentlichte Statistik 2009 zeigt keine relativen Veränderungen gegenüber 2008: über 200 Hundetypen waren in Vorfälle verwickelt und Kinder sind stärker betroffen als Erwachsene.

Mit 5090 Meldungen insgesamt, wovon 2843 Meldungen Vorfälle beim Menschen, 1739 Vorfälle beim Tier und 429 übermässig aggressive Hunde betreffen und 79 nicht auswertbar waren, liegen die Daten von 2009 leicht höher als jene von 2008. Diese Zunahme ist möglicherweise auf eine leicht verbesserte Meldedisziplin zurückzuführen.
 
Kinder sind besonders betroffen. Sie werden häufiger gebissen und die Bisse sind gravierender als bei Erwachsenen: fast die Hälfte der Bisse bei Kindern unter 10 Jahren betreffen Hals oder Kopf. Jeder vierte Biss bei Kindern wird von kleinen Hunden verursacht. Dies zeigt, dass auch Haltende von kleinen Hunden aufmerksam sein und ihre Tiere unter Kontrolle haben müssen.
 
Beissvorfälle und übermässig aggressives Verhalten von Hunden wird seit 2006 von Ärztinnen und Ärzten, von Tierärztinnen und Tierärzten und von Hundetrainerinnen und Hundetrainern gemeldet. Die Meldungen erlauben es den Veterinärbehörden, Probleme rasch zu erkennen und entsprechende Massnahmen zu treffen.