Folgender Artikel ist am 30.03.2012 in der Aargauer-Zeitung erschienen:

 

Ab Mai gilt im Aargau für Kampfhundehalter eine Bewilligungspflicht. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass es heute rund 1500 Kampfhunde im Kanton gibt. Die meisten dürften bewilligt werden. Mit der verlangten Prüfung happert es aber noch.

Was ein gefährlicher Hund ist, das regelt im Aargau ab Mai das Gesetz. Und dieses sagt, dass American Staffordshire Terrier, Bull Terrier, American Bull Terrier, Staffordshire Bull Terrier, Rottweiler und American Pit Bull Terrier potenziell am gefährlichsten sind. Wer einen solchen Hund will, braucht dann eine Halteberechtigung.
 
Davon betroffen sein dürften rund 1500 Aargauer Hundehalter, erklärt Rahel Marschall, als Fachspezialistin Hundewesen beim Kanton für die Umsetzung des neuen Gesetzes zuständig. Auf die bewilligungspflichtigen Rassen entfallen 200 bis 400 Hunde, der Rest sind Mischlinge. Deren Haltung ist ebenfalls bewilligungspflichtig. Marschall geht davon aus, dass Rottweiler und Pitt-Bull-Mischungen am verbreitetsten sind.
 

Erste Prüfungen noch dieses Jahr?

Wer bereits jetzt eine Bewilligung will, läuft ins Leere. Diese werden erst ab Mai ausgestellt - an Halter, die sich online gemeldet haben. «Die Haltekriterien sind erfüllbar», sagt Marschall, die selbst einen Staffordshire Bull Terrier hält. Ein Strafregister-Auszug ohne gravierende Einträge bildet die Grundvoraussetzung.

Hundehalter, die ihr Tier nicht länger als zwei Jahre haben oder sich neu einen Hund zulegen wollen, müssen zudem Kurse besuchen und auch eine Prüfung ablegen. Letztere bildet zur Zeit allerdings noch eine Hürde, denn vorläufig kann man sie im Kanton noch gar nicht ablegen. Ziel sei es aber, dass das noch dieses Jahr möglich werde, sagt Marschall. Die von ihr ausgestellte Bewillgung gilt für zwei Jahre. (rsn)(az)