Folgender Artikel ist am 29.03.2012 in der Aargauer-Zeitung erschienen:

Ab 1. Mai tritt im Aargau das neue Hundegesetz in Kraft. Die Hundehalter werden darin vermehrt in die Pflicht genommen. Für Kampfhunde besteht neu eine Bewilligungspflicht. Die Hundetaxe wird von 100 auf 115 Franken erhöht.

Neu im Gesetz sind Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotenzial aufgenommen. Für die Haltung dieser Hunde ist neu eine Berechtigung erforderlich. Für die Prüfung und Vergabe der Halteberechtigungen ist der Kantonale Veterinärdienst zuständig. Die Berechtigung ist an eine Ausbildungs- und Prüfungspflicht geknüpft.

Als potenziell gefährliche Hunde gelten (American) Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bull Terrier und American Bull Terrier, Staffordshire Bull Terrier sowie Rottweiler. Die gesetzlichen Bestimmungen gelten auch für Mischlinge dieser Rassen.

Gemeinden sind verantwortlich

Das Aargauer Stimmvolk hat dem neuen Hundegesetz am 27. November 2011 zugestimmt. Für den Vollzug sind in erster Linie wie bis anhin die Gemeinden verantwortlich. Sie führen die Hundekontrolle durch und überprüfen, ob die Hundehalter ihrer Ausbildungspflicht nachkommen.

Höhere Hundetaxe

Wegen höherem Aufwand wird die Hundetaxe von 100 auf 115 Franken pro Hund und Jahr angehoben. Die Hundemarke wird dagegen per sofort abgeschafft, weil seit Anfang 2007 jeder Hund über einen Mikrochip verfügen muss.

Obligatorisch wird auch die Aufnahme des Kots in Siedlungs- und Landwirtschaftsgebieten sowie entlang von Strassen und Wegen. Missachtet ein Hundehalter diese Pflicht, kann er mit einer Ordnungsbusse von 100 Franken belegt werden. (cze) (az)